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Was ist Bradykardie und wie wird diese mit der Puls-Arrhythmie-Erkennungs-Technologie (PAD-Technologie) von Microlife diagnostiziert?

Bradykardie ist der medizinische Begriff für eine erniedrigte Herzfrequenz. Die Herzfrequenz muss in einem bestimmten Bereich liegen, um einen physiologischen Blutdruck sowie die Blutversorgung der Organe zu gewährleisten.

A. Definitionen und Einschränkungen
Es existieren verschiedene medizinische Definitionen für Bradykardie. Die meisten Definitionen zur Bradykardie beziehen sich auf eine Pulsfrequenz unter 60 [Schläge/Minute]. Einige medizinische Richtlinien geben eine Pulsfrequenz unter 55 [Schläge/Minute] oder 50 [Schläge/Minute] als Definition einer Bradykardie an.

Die möglichen klinischen Symptome einer Bradykardie sind abhängig von Eigenschaften der jeweils betrachteten Patientengruppe. Dies stellt ein Grund für die unterschiedlichen Definitionen darl.
 
B. Ursachen
In den meisten Fällen sind  Bradykardien durch eine der drei nachfolgend genannte Ursachen bedingt:
 
1. Kardiovaskuläre Störungen
Eine niedrige Herzfrequenz kann verschiedene kardiovaskuläre Erkrankungen als Ursache haben, die:
kardialen Ursprungs (z. B. Sinusknotensyndrom, kardiale Blockaden) oder
extrakardialen Ursprungs (z. B. vegetative Regulationsstörungen) sein können.

2. Medikation
Eine Bradykardie kann durch eine Reihe von Medikamenten ausgelöst werden. Einige dieser Medikamente werden bei der Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt (z. B. ß-Rezeptorblocker).

3. Trainingsgewöhnungseffekte
Sehr starkes Ausdauertraining kann zu einem deutlich erhöhten Herzschlagvolumen (z. B. bei Rad -Leistungssportlern) führen und diese ist oft mit einer kardialen Bradykardie verbunden. In diesem Fall ist die  physiologische Anpassung durch den Trainingseffekt für die Bradykardie verantwortlich.

C. Bradykardie-Diagnose mit PAD-Technologie
Die PAD-Technologie ermöglicht eine Bradykardie-Diagnose, falls diese während der zugrunde liegenden Blutdruckmessung vorliegt. Alle während der oszillometrischen Messung gemessenen Pulsperioden werden mit einem hochentwickelten S/W-Modul bezüglich einer Erkennung und Bewertung von Auffälligkeiten analysiert.

Dieses Verfahren überprüft automatisch, ob die gemessenen Pulsschläge statistisch gleich oder niedriger als die so genannte Bradykardie-Separations - Pulsfrequenz PFBDS sind. Diese ist definiert als:
 
PFBDS/[Schläge/Minute]=49 [Schläge/Minute].
 
Die Bradykardie-Separations - Pulsfrequenz von 49 [Schläge/Minute] ist aus bestimmten Gründen bewusst kleiner gewählt als z. B. 55 [Schläge/Minute].
 
1. Hohe Spezifität der PAD-Technologie zur Bradykardie-Erkennung
Die PAD-Technologie von Microlife besitzt eine außergewöhnlich HOHE SPEZIFITÄT bei der Erkennung von Puls-Arrhythmien. Damit wird die Anzahl der falschen Arrhythmieerkennungen soweit wie möglich reduziert.. Aufgrund der gewünschten hohen Spezifität dieser Technologie muß die Erkennung für eine Bradykardie aus einem hinreichend erniedrigten Grenzwert gewonnen werden.

Mit der gewählten Begrenzung auf 50 [Schläge/Minute] wird eine sehr hohe Spezifität erreicht. Das bedeutet, dass die Mehrzahl der Patienten, bei denen mit der PAD-Technologie eine Bradykardie diagnostiziert wird, zu diesem Zeitpunkt tatsächlich an einer entsprechenden Bradykardie leiden.

2. Medikationsbedingte Bradykardien

Bestimmte Medikamente im Rahmen der Behandlung der arteriellen Hypertonie (z. B. ß-Rezeptorantagonisten) sowie eine große Anzahl anderer Medikamente können als Haupt- oder Nebenwirkung zu einer Verringerung der Pulsfrequenz führen. Bei vielen Patienten treten bei einer Pulsfrequenz zwischen 60 [Schläge/Minute] und 50 [Schläge/Minute] (noch) keine bedeutenden unerwünschten Nebenwirkungen auf. Wenn die Pulsfrequenz jedoch unter 50 [Schläge/Minute] fällt, wird  dies zweckmäßig z. B. mit der PAD-Technologie angezeigt, da in diesem Bereich klinische Symptome zunehmend auftreten können.

3. Bradykardie aufgrund einer Trainings - Anpassung
Bei (Leistungs-) Sportlern kann eine Bradykardie aufgrund einer Anpassung der Herzfrequenz an den erhöhten Trainingsgrad auftreten. Eine graduelle Erniedrigung der Ruhe - Pulsfrequenz im Bereich zwischen 50 [Schläge/Minute] und 60 [Schläge/Minute] stellt für diese Gruppe keine pathologische Erniedrigung dar. Zu  niedere Ruhe ? Pulsfrequenz ? Werte, z.B. unter 50 [Schläge/Minute] können jedoch auch hier mit klinischen Symptomen verbunden sein,.und werden deshalb mittels der PAD ? Technik angezeigt.

Forschungsinstitut für klinische Medizintechnik
Silberhälden 6
D-71732 Tamm

Tamm, 13. Juli 2005