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Allgemeines zum Blutdruck

Medizinische Fragen und medizinische Meinungen


Was sind normale Werte und wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

  • Die folgende Tabelle gibt die Werte (Einheit mmHg) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wieder:


Bereich Systole Diastole
Empfehlung
Hypotonie
< 100
< 60 Konsultieren Sie Ihren Arzt
Optimaler Bereich 100 - 120 60 - 80 Selbstkontrolle
Normaler Bereich 120 - 130 80 - 85 Selbstkontrolle
Oberer normaler Bereich 130 - 140
85 - 90
Konsultieren Sie Ihren Arzt
Leichter Bluthochdruck 140 - 160
90 - 100
Konsultieren Sie Ihren Arzt
Mäßiger Bluthochdruck 160 - 180
100 - 110
Konsultieren Sie Ihren Arzt
Schwerer Bluthochdruck > 180
> 110 Gehen Sie sofort zum Arzt!


  • Sie sollten Ihre Blutdruckwerte häufig notieren und mit Ihrem Arzt besprechen. Wenn Ihre systolischen Werte häufig über 140 und/oder die diastolischen Wert über 90 liegen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Es ist normal, dass Blutdruckwerte manchmal höher und niedriger sind, und es ist kein Grund zur Sorge, wenn die Ergebnisse manchmal über den Grenzwerten liegen. Wenn jedoch Ihr Blutdruck in den meisten Fällen über den Grenzwerten liegt, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen!


Was ist der "Weißkittel-Bluthochdruck"

  • "Weißkittel-Bluthochdruck" ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den Effekt, dass bei einem Patienten ein höherer Blutdruck gemessen wird, wenn die Messung von einem Arzt (in der Regel im weißen Kittel) oder einer Krankenschwester durchgeführt wird. Dieser Effekt entsteht, weil man bei solchen "offiziellen" Messungen oft nervös und aufgeregt und der Blutdruck daher dementsprechend höher ist. Das Problem ist, dass eine Person unter normalen Umständen vielleicht keinen zu hohen Blutdruck hat, jedoch aufgrund der Messung des Arztes Bluthochdruck diagnostiziert wird. Heimgeräte sind die beste Möglichkeit, um diesen "Weißkittel-Effekt" zu vermeiden. Einige Langzeitstudien haben nachgewiesen, dass Menschen mit höherem Blutdruck beim Arzt ebenfalls ein höheres Risiko zur Entwicklung von Bluthochdruck besitzen. Deshalb sollten diese Patienten ihren Blutdruck häufig überprüfen.


Ist der Blutdruck altersabhängig?

  • In der durchschnittlichen Bevölkerung ist der Blutdruck bei älteren Menschen höher als bei jüngeren. Dies hängt mit der Verringerung der Elastizität der Blutgefäße im höheren Alter zusammen.
  • Der Blutdruck sollte selbst bei älteren Menschen nicht häufig über 140/90 mmHg liegen.


Medizinische Fragen und medizinische Meinungen

Im Folgenden finden Sie medizinische Fragen und Antworten zum Blutdruck und zur Blutdruckkontrolle. Sie wurden aus der Patienteninformation der Schweizer Herzstiftung übernommen und übersetzt und wir möchten an dieser Stelle der Stiftung für ihre freundliche Genehmigung danken, die folgenden Informationen zu verwenden.

- Schweizer Herzstiftung
Schwarztorstrasse 18
CH-3000 Bern, Schweiz
Tel.: +41 / 31 388 80 80
Fax: +41 / 31 388 80 88
(info(at)herzstiftung.ch)

Stimmt es, dass der Blutdruck hauptsächlich mit der "oszillometrischen Methode" gemessen wird? Was bedeutet dies?

  • In einer Arztpraxis oder im Krankenhaus wird der Blutdruck in der Regel mit der herkömmlichen "Abhörmethode" gemessen. Die Herzschläge werden mit einem Stethoskop abgehört. Diese Geräusche im Blutstrom treten in den Arterien des Oberarms auf, wenn der Druck in der aufgepumpten Blutdruckmanschette langsam abgelassen wird. Der erste hörbare Schlag zeigt den systolischen Blutdruck an, der letzte hörbare Schlag den diastolischen Blutdruck. Blutdruckmessungen werden von einer Quecksilbersäule abgelesen und aus diesem Grund in mm Quecksilbersäule (mmHg) angegeben.
  • Die Oszillometrie verwendet ein anderes Messprinzip. Die meisten gegenwärtig erhältlichen Geräte zur Selbstmessung verwenden dieses Verfahren. Elektronische Mikroprozessoren in oszillometrischen Geräten berechnen den Blutdruck aus den Druckschwankungen (Oszillationen), die aufgrund der Pulse im Blutstrom auftreten. Da die Herzschläge bei diesem Verfahren nicht relevant sind, ist weder ein Stethoskop noch ein Mikrofon (in der Blutdruckmanschette) notwendig. Der Blutdruck und die Pulsfrequenzwerte können nach der Messung von einem optischen Display abgelesen werden. Obwohl diese Geräte keine Quecksilbersäule enthalten, geben sie die Blutdruckwerte in mmHg an. Bei unregelmäßigen Pulsfrequenzen wird die Messung durch einen Arzt empfohlen.


Was sollte beachtet werden, wenn ich selbst Messungen durchführe?

  • Patienten mit hohem Blutdruck sollten ihren Blutdruck selbst regelmäßig messen, da dies dem Arzt wertvolle Informationen über die Wirksamkeit der Behandlung liefert. Die Messungen sollten in einem Blutdruckbuch notiert werden, wobei auch die Spalte "Kommentare" mit Beobachtungen wie folgt ausgefüllt werden sollte: Unwohlsein, Schwindelgefühl, Schlafstörungen, vergessene Einnahme von Medikamenten oder physische oder mentale Probleme. Es ist wichtig, dass Sie den Blutdruck immer am selben Arm oder Handgelenk morgens und abends zur gleichen Zeit messen. Sie sollten vorher nicht rauchen, Kaffee oder Alkohol trinken. Messen Sie Ihren Blutdruck nach einer 5-Minuten-Ruhepause im Sitzen und in einer ruhigen Umgebung. Achten Sie darauf, dass die Messung in Höhe des Herzens durchgeführt wird. Vergleichen Sie Ihre Messung mit der Messung Ihres Arztes und lassen Sie Ihr Blutdruckmessgerät (alle zwei Jahre) in Spezialgeschäften kalibrieren.


Ist ein Handgelenkgerät für die Selbstmessung ratsam?

  • Die neu entwickelten Handgelenkgeräte messen den Blutdruck auch mit einer oszillometrischen Methode. Sie sind vollautomatisch: Sie pumpen die Druckmanschette automatisch auf und lassen den Druck nach der korrekten Zeitspanne automatisch wieder ab. Handgelenkgeräte messen den Blutdruck relativ zuverlässig, wenn sie korrekt verwendet werden.
  • Vollautomatische Fingergeräte, die den Blutdruck und die Pulsfrequenz am Zeigefinger messen, liefern häufig fehlerhafte Messwerte, da der Zeigefinger nicht ständig auf der Höhe des Herzens gehalten wird oder die kleinen Endabzweigungen der Arterien (Arteriolen) der Finger sich bei Kälte zusammen ziehen.


Ist es möglich, dass mein Blutdruck aufgrund einer Behandlung zu stark abfällt?

  • Der Blutdruck kann bei Behandlung zu stark abfallen. Dies kann zu einem Schwindelgefühl beim schnellen Aufstehen oder Beugen führen, zu extremer Müdigkeit und Energiemangel. Wenn Sie diese typischen Symptome eines zu niedrigen Blutdrucks (Hypertension) feststellen, sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine mögliche Behandlungsanpassung sprechen. Wenn bei dem niedrigen Blutdruck jedoch keine Probleme auftreten, muss die Behandlung nicht geändert werden.


Werden Nebenwirkungen bei Behandlung mit Medikamenten erwartet?

  • Zu Beginn der Behandlung löst ein Medikament möglicherweise zeitweise eine körperliche oder mentale Reaktion mit Müdigkeit, Schwindelgefühl und Konzentrationsschwierigkeiten aus, wenn der Blutdruck zu stark abfällt. Der Körper gewöhnt sich allmählich an den niedrigeren Blutdruck, und die Probleme verschwinden mit der Zeit. Nur wenige Menschen, die ein bestimmtes blutdrucksenkendes Mittel einnehmen, haben ständig Nebenwirkungen. Dies sind Nebenwirkungen, die für ein bestimmtes Medikament typisch sind und durch eine Verringerung der Dosis nicht vermieden werden können. Ein Beispiel ist der lästige, jedoch harmlose trockene Husten, dem durch Einnahme eines ACB-Hemmers entgegengewirkt werden kann. Wenn der Husten zu sehr stört, kann Ihr Arzt möglicherweise auf ein anderes Medikament umstellen (z. B. ein Angiotensin II-Antagonist).
  • Hautprobleme wie Jucken oder Ausschlag machen ebenfalls einen Wechsel des Medikamentes notwendig. Bei Kalziumblockern wurden folgende harmlose Nebenwirkungen beobachtet: Kopfschmerzen, Gesichtsröte, geschwollene Beine und Knöchel (Ödem) sowie Verstopfung. Zu den am häufigsten berichteten Nebenwirkungen der Betablocker gehören Müdigkeit, Potenzprobleme, kalte Füße und Hände. Geringe Kalziumspiegel im Blut, Gichtanfälle und Muskelkrämpfe sind mögliche Nebenwirkungen bei Diuretika. Medikamente, die zurzeit am besten vertragen werden, sind Angiotensin II-Antagonisten.


Kann ich die Einnahme von Medikamenten aufgrund der Nebenwirkungen abbrechen?

  • Es wäre nicht sinnvoll, auf die Blutdruckbehandlung aufgrund der Nebenwirkungen zu verzichten. Deshalb sollten Sie Nebenwirkungen sofort Ihrem Arzt mitteilen. In der Regel ist es möglich, die Verträglichkeit durch eine geringere Dosis zu erhöhen, ein anderes Präparat zu verwenden oder von einer Einmedikamententherapie auf eine Kombination aus zwei Medikamenten umzustellen.


Kann ich die Einnahme der Medikamente am Wochenende oder im Urlaub unterbrechen?

  • Egal, ob Sie Abenteuer-, Freizeit- oder Aktivurlaub nehmen, Sie müssen die Einnahme Ihres Medikaments fortsetzen, da der Blutdruck sofort bei Absetzen der Behandlung ansteigt. Beim Fliegen ist es ratsam, die Medikamente im Handgepäck mitzunehmen, falls Ihr Gepäck fehlgeleitet wurde. Bei Überseereisen fragen Sie am besten Ihren Arzt, wann Sie Ihr Medikament aufgrund der Zeitunterschiede nehmen sollen.


Kann ich die Einnahme der Medikamente abbrechen, wenn ich mich wohlfühle?

  • Nervosität und Anspannungen, die den Blutdruck zeitweise erhöhen, sind normal und sollten nicht mit Bluthochdruck verwechselt werden. Ihr Arzt hat Bluthochdruck bei Ihnen festgestellt, das heißt, Ihr Blutdruck ist meist zu hoch, selbst im Ruhezustand und wenn Sie nicht aktiv oder gestresst oder unter Anspannung sind. Deshalb sollten Sie die Einnahme Ihres Medikaments nicht unterbrechen, wenn Sie sich wohlfühlen. Ihr Blutdruck steigt sonst wieder auf den ursprünglichen Wert.


Muss ich blutdrucksenkende Mittel lange Zeit einnehmen?

  • Schäden an Arterienwänden und eine übermäßige Belastung des Herzens, Gehirns und der Nieren können nur vermieden werden, wenn Ihr Blutdruck richtig kontrolliert wird. Dafür ist eine Behandlung mit Medikamenten über einen langen Zeitraum notwendig, wenn Ihr Blutdruck sehr hoch ist und durch andere Möglichkeiten (Diät-Empfehlungen, Gewichtsabnahme, weniger Salz und Alkohol, Stresskontrolle, Aufgabe des Rauchens) Ihr BLutdruck nicht unter 135/85 mmHg gesenkt werden konnte.
  • Änderungen in der Lebensweise und die Eliminierung von Risikofaktoren haben einen sehr positiven Effekt und erlauben häufig nach einiger Zeit die Verringerung der Dosierung der Medikamente.


Das Medikament hat zu einer Potenzstörung geführt. Was kann ich tun?

  • Neben Medikamenten, die Potenzstörungen verursachen oder dazu beitragen können, gibt es andere relevante Faktoren, z. B.: Alter, körperlicher und mentaler Zustand, Alkohol- und Nikotinkonsum sowie Begleitkrankheiten wie Diabetes.
  • Das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Blutdruckverringerung sowie das verwendete Präparat haben ebenfalls einen Einfluss. Bei hoher Dosierung führen Medikamente wie Betablocker und Diuretika früher zu Potenzstörungen als Kalziumantagonisten, ACE-Hemmer und Angeotensin II- Antagonisten. Zögern Sie nicht, Potenzschwäche mit Ihrem Arzt zu besprechen. Wenn Ihr Medikament dafür verantwortlich ist, kann er möglicherweise die Dosis verringern oder auf ein anderes Präparat umstellen.


Gibt es sportliche Aktivitäten, die bei hohem Blutdruck nicht geeignet sind?

  • Bei einem ständig hohen Blutdruck ziehen sich die kleinen Endabzweigungen der Arterien (die Arteriolen) zusammen, sodass das Blut nicht mehr frei zirkulieren kann. Muskelbewegungen erweitern die Arteriolen, da die bewegten Muskeln sauerstoffreiches Blut benötigen. Regelmäßiges Ausdauertraining von mindestens 30 Minuten hat eine positive Auswirkung auf den Bluthochdruck, dazu gehören z. B.: Schnelles Laufen, Wandern im Gebirge, Joggen, Fahrrad fahren, Langlauf, Schwimmen (ohne Zeitdruck und nicht in zu kaltem oder warmem Wasser), Tanzen.
  • Die großen Muskelgruppen wirken bei diesen Aktivitäten rhythmisch zusammen. Die Pulsfrequenz wird höher und der Blutdruck steigt, jedoch nicht zu stark. Sportliche Aktivitäten, die hauptsächlich die Muskeln ohne regelmäßige Bewegung belasten, sind allerdings nicht geeignet. Diese Art von Sport (z. B. Gewichtheben) führt zu einem plötzlichen Anstieg des Blutdrucks.


Zuverlässige Messwerte mit Blutdruckmessgeräten von Microlife
Der Blutdruck jeder Person hängt von verschiedenen Bedingungen ab. Er wird durch die körperliche Aktivität, durch die Tageszeit und Stimmung beeinflusst. Bei Stress und Belastung des Alltagslebens sind Abweichungen von 30 mmHg innerhalb von Minuten relativ normal. Aus diesem Grund können Personen, die ihren Blutdruck mit einem Heimmessgerät messen und mehrere Messungen aufzeichnen, durch diese Schwankungen verwirrt werden. Während Ärzte nur eine Messung zu einem bestimmten Zeitpunkt durchführen können, zeigt das Heimmessgerät den normalen Abweichbereich.
Die führenden Spezialisten in diesem Bereich empfehlen deshalb die Messung des Blutdrucks durch den Patienten zuhause mit einem Heimmessgerät. Wenn dies durchgeführt wird, muss unbedingt ein medizinisch zugelassenes Gerät verwendet werden. Alle Messgeräte wurden in enger Zusammenarbeit mit Ärzten entwickelt, um eine konstante Genauigkeit der von Patienten durchgeführten Messungen zu gewährleisten.

Bitte beachten Sie Folgendes, um zuverlässige Ergebnisse mit dem kleinstmöglichen Abweichbereich zu erhalten:

  • Blutdruckmessungen sollten nicht unter Stress und nicht unter den Belastungen des Alltags durchgeführt werden. Wir empfehlen, den Blutdruck mindestens einmal am Tag immer zur gleichen Zeit und in entspannter Umgebung zu messen. Der Abweichbereich bei den Messwerten ist viel geringer, wenn die Messungen 30 Minuten nach dem Abendessen und in einer entspannten Lage durchgeführt werden, und nicht während des Tages. Natürlich sollte der Blutdruck gelegentlich auch am Tag gemessen werden, um ein persönliches Blutdruckprofil zu erstellen.
  • Gewöhnen Sie sich daran, sich vor dem Messen des Blutdrucks zuerst zu entspannen. Eine Messung, die sofort nach dem Hinsetzen oder beispielsweise in Anwesenheit von mehreren Personen durchgeführt wird, ist in der Regel nicht nützlich. Messen Sie den Blutdruck nicht sofort nach dem Essen, Trinken, Rauchen, körperlicher Aktivität oder Begeisterung.
  • Der Blutdruck sollte nach einer Ruhepause von 5 Minuten in einer bequemen, sitzenden Position gemessen werden. Legen Sie die Manschette entsprechend den Anweisungen an.
  • Atmen Sie nach dem Aufpumpen der Manschette normal und sprechen Sie nicht. Vermeiden Sie alle Bewegungen und Muskelanspannungen.
  • Der Mittelwert mehrerer Messwerte, die an verschiedenen Tagen unter gleichen Umständen gemessen wurden, ist Ihr normaler Blutdruck.
  • Warten Sie beim Durchführen mehrerer aufeinanderfolgender Messungen mindestens 15 Minuten zwischen den einzelnen Messungen.
  • Achten Sie bei der Verwendung eines Handgelenkgerätes darauf, dass es sich in Herzhöhe befindet.
  • Mehrere Messungen werden oft in der Apotheke oder in einem Geschäft zu Vergleichszwecken durchgeführt. Solche Ergebnisse sind selten nützlich, da die Bedingungen, unter denen sie durchgeführt wurden, in der Regel nicht akzeptabel sind. Vergleichsmessungen sind nur dann nützlich, wenn sie in einer ruhigen Umgebung und mit den notwendigen Abständen zwischen den einzelnen Messungen durchgeführt werden. Gleichzeitig werden die Messwerte jedoch aufgrund der normalen Schwankungen des Blutdrucks nicht zu 100 % übereinstimmen.


Hohe Genauigkeit bei der Blutdruckmessung am Handgelenk
Die beiden Arterien im Handgelenk befinden sich direkt unter der Haut und sind von weniger Weichgewebe umgeben
als der Oberarm. Außerdem sind diese Arterien deutlich dünner als die Arterie im Oberarm.

Die oben angegebenen Unterschiede führen zu folgenden Vor- und Nachteilen für Patienten:

  • Das Handgelenkgerät befindet sich in der Nähe der Arterien, die die Signale abgeben, und die Manschette umgibt nicht so viel Weichgewebe wie am Oberarm. Deshalb haben Patienten mit viel Weichgewebe im Oberarm deutlich weniger Probleme beim Blutdruckmessen am Handgelenk.
  • Die dünneren Gefäße am Handgelenk sind empfindlicher für Arteriosklerose, die oft eine Begleiterscheinung des Alterungsprozesses ist. Bei dieser Erkrankung kann das Handgelenkgerät oft Fehlermeldungen anzeigen.
  • In der Regel sind Messungen am Handgelenk schneller und der Messung am Oberarm vorzuziehen. Deshalb wird der Blutdruck häufiger gemessen.
  • Die Messungen am Handgelenk sind bewegungsempfindlicher und können deshalb Fehlermeldungen erzeugen.
  • Das Handgelenkmessgerät muss bei der Messung in Herzhöhe gehalten werden.


Das bedeutet, dass Handgelenke besonders geeignet sind für:

  • Relativ junge Personen und Personen im mittleren Alter (außer Personen mit Arteriosklerose)
  • Personen, die ein Blutdruckmessgerät immer bei sich haben sollten.
  • Personen, die aufgrund von zu viel Weichgewebe Schwierigkeiten bei der korrekten Positionierung der Manschette am Oberarm haben.
  • Personen, die still sitzen und das Gerät während der Messung in Herzhöhe halten können.
  • Personen, die ihren Blutdruck häufig überprüfen müssen.


Handgelenkgeräte sind weniger geeignet für:

  • Ältere Personen (jedoch nur, wenn diese an Arteriosklerose leiden)
  • Personen, die nicht still sitzen und das Gerät nicht in Herzhöhe halten können.


Aussagen: Blutdruckkontrolle mit digitalen Heimmessgeräten
Die folgenden Zitate sind Auszüge aus dem Symposium: 19. / 20. Juni 1996, Dublin, Irland
" Ein Jahrhundert konventionelle Blutdruckmessung: verschwindet die Blutdruckmessung
im nächsten Jahrhundert?"

Prof. Eoin O'Brien [The Blood Pressure Unit, Beaumont Hospital, Dublin, Irland]* "Es hat schon etwas Ironisches, dass das Quecksilberblutdruckmessgerät, der Eckstein des Riva-Rocci/Korotkow-
Verfahrens, wahrscheinlich bald nicht mehr verwendet wird, und das fast 100 Jahre nach seiner Einführung.
Dafür gibt es drei Gründe: Quecksilber wird aus dem Krankenhaus wahrscheinlich bald aufgrund der
Vergiftungsgefahr verbannt, und es stehen genaue automatische Geräte zur Verfügung, um die Quecksilberblutdruckmessgeräte zu ersetzen und
angesichts der zunehmenden Anwendung der ambulanten 24-Stunden-Blutdruckmessung
wird mehr Gewicht auf Blutdrucktrends als auf gelegentliche Einzelmessungen
des Blutdrucks gelegt."

Prof. Bernhard Waeber [Abteilung für Bluthochdruck, Universitätsklinik Lausanne, Schweiz]* "Es ist jedoch bekannt, dass der auf herkömmliche Weise von einem Arzt gemessene Blutdruck oft kaum den Blutdruck widerspiegelt,
der in den Alltagsaktivitäten des Patienten vorhanden ist."
"Das Abhörverfahren {Stethoskopverfahren} weist einige Mängel auf; vor allem die
Ungenauigkeit und den Einfluss des Untersuchenden. Es kann große Unterschiede geben, wenn verschiedene Ärzte den gleichen
Blutdruck messen, zudem neigt der Arzt häufig dazu, entweder 0 oder 5 als letzte Ziffer zu nehmen."
"Vollautomatische Geräte sind benutzerfreundlich und wahrscheinlich am geeignetsten."

Dr. Paul L. Padfield [Department of Medicine, Western General Hospital Edinburgh, GB]* "Die konventionelle Blutdruckmessung unter Verwendung des Quecksilberblutdruckmessgerätes ist zwar potenziell
genau, jedoch gibt es mehrere Fehlerquellen, sowohl für den Arzt als auch für den Patienten."
"In zwei verschiedenen Studien haben wir nachgewiesen, dass die Selbstkontrolle des Blutdrucks die
effektivste Möglichkeit ist, um Hypertoniepatienten zu erkennen."
"Wir haben gezeigt, dass einfache Heimmessgeräte genau so viele Patienten
mit "Weißkittel-Hypertonie" erkennen wie die teureren Praxisgeräte, und deshalb empfehlen wir
diese zur Verwendung zuhause. Aufgrund der hohen Verbreitung der Hypertonie oder scheinbaren Hypertonie
empfehlen wir allen Ärzten, in elektronische Messgeräte zur Selbstkontrolle zu investieren?"

* Die o. g. Zitate stammen alle aus wissenschaftlichen Abhandlungen im Journal "Blood Pressure Monitoring"
Vol 1 Suppl 2, December 1996 (Rapid Science Publishers, 2-6 Boundary Row, London SE1 8HN, UK)