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Blutdruckselbstmessung: Wiederholungsmessungen sind entscheidend

Die Ergebnisse von automatischen Blutdruckmessungen sind häufig stark schwankend. Dies führt zu Irritation bei Selbstanwendern, insbesondere wenn diese unter einer Blutdruckbehandlung stehen. Ein neuartiges Verfahren, die sogenannte MAM - Technologie (Microlife Average Mode) Technologie verringert die Schwankungen der Messergebnisse entscheidend, und wird deshalb für die überwiegende Mehrzahl der Selbstanwender empfohlen.

I. Ursachen für Schwankungen von Messergebnissen:

1. Der Blutdruck schwankt mit jedem Herzschlag
Der Blutdruck ist keine feste Größe, sondern ändert seinen Wert mit jedem Herzschlag. Dies gilt auch im Ruhezustand. Sowohl der obere Blutdruckwert (systolischer Blutdruck) als auch der untere Blutdruckwert (diastolischer Blutdruck) schwanken um 5 [mmHg] ... 10 [mmHg] mit jedem Herzschlag auch beim Gesunden. Bei bestimmten Erkrankungen sind diese Schwankungen wesentlich höher.

2. Mangelnde Kreislauf - Ruhe
Dies ist der häufigste Anwendungsfehler bei Blutdruckselbst - Messungen. Ist der Kreislauf noch nicht im Ruhezustand, ändern sich der systolische und der diastolische Blutdruck sowie die Pulsfrequenz charakteristisch auf die Ruhewerte zu. Während dieser Änderung erfasst der Anwender falsche Werte ! Vor Beginn einer Messung ist deshalb eine Ruhezeit von mindestens 5 [min] einzuhalten.

3. Artefakte im Messablauf
Willkürliche Bewegungsartefakte, Muskelzuckungen, Husten, Niesen sowie psychische Anforderungen wie Sprechen, Zuhören und Beobachten (TV) können zu einer Verfälschung des Messergebnisses einer Blutdruckmessung führen. Sie sollte deshalb unter Abschirmung in vollkommener Ruhe durchgeführt werden.

4. Unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmien)
Störungen des regelmäßigen Herzschlags können Messergebnisse verfälschen oder eine Messung gänzlich unmöglich machen. Diese Störungen des Herzschlags können ohne Bemerken des Selbstanwenders auftreten.  
 

 
II. Maßnahme zur Verringerung der Messwert - Streuung: MAM - Technologie

Die genannten Messwertveränderungen sind durch eine Mehrfachmessung mit einer nachfolgenden Mittelwertbildung in ihrem Einfluss auf das Messergebnis reduzierbar. Diese Technologie wird MAM - Technologie genannt. Dabei werden nicht eine, sondern mindestens drei Messungen mit einem zeitlichen Abstand von jeweils ca.¾ [min] durchgeführt. Bei nachhaltigen Störungen des Messablaufs, z.B. nach einer versehentlich erhebliche Bewegung des Anwenders wird automatisch eine weitere Wiederholungsmessung durchgeführt. Ebenso werden erhebliche Messabweichungen bei einem Ausreißer durch eine Wiederholungsmessung geprüft.

Insgesamt werden in der Regel drei (maximal fünf) Messungen mit einer typischen Messzeit von maximal circa 3 [Minuten] durchgeführt.
 
 
 
III. Zusammenfassung:

Wiederholungsmessungen sind bei jeder Blutdruckselbstmessung obligat, da diese in ihrem einzelnen Messergebnis schwanken können. Dies gilt sowohl für die ärztliche Messung als auch für die Selbstmessung mittels Blutdruckautomaten. Klinische Blutdruckmessungen werden aus diesem Grunde ebenfalls wiederholt durchgeführt.

Die Einzelmessungen müssen sinnvoll verknüpft werden, indem einzelne Ausreißer erkannt und bewertet werden. Die daraus sich ergebenden mittleren Blutdruckwerte sind dann eine zuverlässige Abschätzung des aktuellen Blutdrucks des Patienten.

Die neueingeführte sogenannte "MAM" - Blutdruck - Technologie führt diese erweiterte Blutdruckuntersuchung in einem sehr vertretbaren Zeitaufwand (typisch 3 [min]) durch. Die Einzelergebnisse werden von Artefakten befreit in dem diese erkannt und nachfolgend zurückgewiesen oder ausgemittelt werden.

Der Einsatz der MAM - Blutdrucktechnologie ist insbesondere dann zu empfehlen, wenn aus verschiedenen Gründen unzureichend stabile Messergebnisse an einem Patienten vorliegen. Insbesondere bei Patienten unter einer laufenden Bluthochdruckdiagnostik oder - behandlung sind schwankende Messergebnisse irritierend. In diesen Fällen unterstützt der Einsatz der MAM - Technik die Ermittlung des korrekten Blutdruckwerts des Patienten.
 
 
 
Klaus Forstner
Physician, M.D. cd
Dipl.-Ing.

Forschungsinstitut für klinische Medizintechnik
Silberhälden 6
D - 71732 Tamm Germany

Tamm, May 16th, 2002