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Duales Messverfahren zur Blutdruckmessung – was steckt dahinter?

Beim dualen Messverfahren werden zwei unterschiedliche Messkriterien zur Ermittlung der Blutdruckwerte verwendet. Die oszillometrischen Signale und die Korotkow Geräusche.

Das Duale Messverfahren ist seit einigen Jahren auf dem Markt, hat sich aber nicht als Standard durchsetzen können.

Das modernere oszillometrische Verfahren zur Blutdruckmessung gewinnt mehr und mehr an Bedeutung.
Vorteile der oszillometrischen Blutdruckmessung gegenüber der traditionellen Korotkow-Messung liegen in der Möglichkeit, die in der praktischen Anwendung empfindliche akustische Signalerfassung durch die technisch robustere Druckmessung zu ersetzen. In Verbindung mit moderner Mikroprozessortechnologie ist somit eine schnelle, automatisierte und zuverlässige Blutdruckmessung möglich.

Bei der automatischen Blutdruckmessung nach Korotkow wird ein Blutgefäss (normalerweise Oberarmarterie) bis zum Erliegen der Blutströmung abgedrosselt.  Je nach Stärke der Abdrosselung ändert sich während dem Druckablass die Geräuschcharakteristik in der Arterie. Die Änderung wird mit einem Mikrophon erfasst und signaltechnisch ausgewertet. Bei neueren Geräten kann die Aufnahme auch über einen Drucksensor im Geräteinneren erfolgen.

Kombination der beiden Methoden (Duales Messverfahren):
Ein wesentliches Problem stellt die unterschiedliche Messgeschwindigkeit der beiden Methoden dar. Um ein genaues Ergebnis zu erzielen ist bei Korotkow physiologisch bedingt eine langsamere Ablassrate von ca. 2 - 3 mmHG pro Sekunde notwendig. Da die Gefässe während dieser Zeit durch die Manschette abgedrosselt werden, kann dies vom Patienten – vor allem bei Hochdruckpatienten – als sehr unangenehm empfunden werden und somit zu einer Beeinflussung der Blutdruckwerte führen. Im Vergleich dazu, oszillometrische Systeme lassen den Druck etwa doppelt so schnell ab (z.B. 4-6mmHg/s) um eine minimale Belastung des Patienten zu gewährleisten.
Klinische Studien konnten bisher keine erkennbaren Vorteile einer Kombination der beiden Messverfahren nachweisen. Des weiteren wurde in einer Studie an pre-Eclampsie Patienten (*1) das Duale Messverfahren mit der Note D/B  (Systole = Fail!) bewertet. Im Vergleich dazu, die rein oszillometrischen Messgeräte Microlife 3BTO-A (*2) und WatchBP Home (*3) wurden in derselben Patientengruppe nach demselben Protokoll mit A/B bzw. B/A bewertet (A für Systole, B für Diastole) und sind für die klinische Anwendung empfohlen. Es stellt sich daher die Frage nach dem messtechnischen Vorteil einer Kombination der beiden Messverfahren.

*1) Annemarie De Greef, Jasleen Arora, Simon Hervey, Bing Liu and Andrew H. Shennan; Arch Dis Child Fetal Neonatal Ed 2009 94: Fa58-Fa71

*2) BJOG: an International Journal of Obstetrics and Gynaecology DOI: 10.1111/j.1471-0528.2005.00617.x

*3) Hypertension in Pregnancy, 00:1–12, 2009; ISSN: 1064-1955 print / 1525-6065 online